Amalgamentfernung

Amalgam bedarf besonderer Sorgfalt bei der Bearbeitung (Gefahrstoff!) also auch bei der Entfernung aus dem Zahn. Es sollte sichergestellt sein, dass der Rest der Mundhöhle möglichst durch sog. Kofferdamgummi vor dem Schleifstaub geschützt wird und so auch nichts davon verschluckt werden kann. Es darf nur mit niedrigtourigen Bohrern mit sehr viel Wasserkühlung entfernt werden, damit die Zerstäubung sich in Grenzen hält. Wenn möglich sollte auch die Nase vor dem Einatmen des Schleifstaubs geschützt werden.
Das alles kann medikamentös begleitet werden, damit die Metalle möglichst
schnell aus dem Körper ausgeschieden werden. Die medikamentöse Ausleitung von Amalgam - Bestandteilen aus dem Körper erfordert sehr viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Hier bewährt sich die

ärztlich - zahnärztliche Kooperation oder Kombination (wie z.B. in unserer ärztlich-zahnärztlichen Praxis). Standardverfahren (wie z.B. die schematische Gabe des Spurenelementes Selen) führen hingegen oft nicht zum gewünschten Ergebnis.
Für die weitere Versorgung der vom Amalgam befreiten Zähne mit Füllungen stehen uns mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Im Vordergrund stehen heute hochwertige, äußerst präzise, individuell angefertigte "Einlagefüllungen" (auch bekannt unter dem Namen "Inlay") aus Gold oder Keramik oder eine Kombination aus beiden Materialien. Der Kaukomfort wird durch diese Goldinlays oder Keramikinlays meist außerordentlich gesteigert, weil die Kontaktpunkte zu den Gegen- und Nachbarzähnen sehr präzise angepaßt werden können.

Sehr kleine Zahndefekte können manchmal mit hochwertigen Composite-Füllungen (auf der Basis synthetischer Harze) versorgt werden.


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